Früherkennung und Diagnose chronischer Nierenerkrankungen

Chronische Nierenerkrankungen bleiben oft lange unbemerkt, da Beschwerden meist erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend, um den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und Folgeschäden zu vermeiden. Denn nur in der Frühphase der Erkrankung kann die Therapie am effizientesten wirken.

Warum werden Nierenerkrankungen häufig zu spät erkannt?

Die Diagnose stützt sich heute meist auf zwei klassische Untersuchungen:

1. Glomeruläre Filtrationsrate (GFR)

Die GFR zeigt an, wie gut die Niere das Blut filtert.
Ein auffälliger GFR-Wert tritt jedoch häufig erst dann auf, wenn die Nierenfunktion bereits um mehr als 50 % eingeschränkt ist – also zu einem Zeitpunkt, an dem schon erhebliche Nierenschäden bestehen.

2. Albumin im Urin

Ein erhöhter Eiweißwert (Albumin) im Urin kann ebenfalls auf eine Nierenschädigung hinweisen.
Allerdings zeigen rund 50 % aller Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion keinen erhöhten Albuminwert. Da Albumin ein sehr großes Eiweißmolekül ist, gelangt es nicht immer frühzeitig in den Urin.
Daher eignet sich dieser Test nicht verlässlich zur Erkennung früher Krankheitsstadien.

blaue Kurve: Albumin/Protein-Ausscheidung; rote Kurve: GFR; Bild aus Drube J et al, Diabetologie und Stoffwechsel 2017, 12(03):213-221.

Nierenbiopsie: Bisheriger Standard zur genauen Diagnose

Um herauszufinden, welche Form einer chronischen Nierenerkrankung vorliegt, wird meist eine Nierenbiopsie durchgeführt. Dabei wird mit einer Hohlnadel eine kleine Gewebeprobe entnommen und mikroskopisch untersucht.

 

Nachteile und Risiken

  • Invasiver Eingriff in das Nierengewebe
  • Möglichkeit von Blutungen oder Schmerzen
  • Nicht für alle Patienten geeignet, z. B. bei Bluthochdruck oder Adipositas

Warum neue Diagnoseverfahren immer wichtiger werden

Da frühe Nierenschäden mit den bisherigen Methoden oft übersehen werden, gewinnt die nicht-invasive Proteomanalyse zunehmend an Bedeutung. Sie kann Veränderungen bereits erkennen, bevor die Niere schwer geschädigt ist – ein wichtiger Schritt hin zu einer früheren und präziseren Diagnostik chronischer Nierenerkrankungen.

Auch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA bestätigt dieses Problem und unterstützt die Proteomanalyse ("Letter-of-Support"), die bereits frühste Veränderungen erkennt.

KDD (Kidney Differential Diagnosis) Test

Die Differentialdiagnose chronischer Nierenerkrankungen durch die Proteomanalyse aus Urin kann nicht-invasiv, ohne Nebenwirkungen und sehr präzise erstellt werden.

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